Was bringt eine Lackversiegelung? Die Lackversiegelung ist ein Schutz für den Autolack. Es verschließt die Poren des Autolackes und verhindert somit, dass sich Schmutzpartikel, Insektenreste, im Winter das Streusalz oder andere kleine Partikel in die Lackporen setzen. Es ist also eine Schutzschicht für den Klarlack und wird beispielsweise nach dem Polieren aufgetragen. Dazu kommt, dass eine Versiegelung den Lack vor Kratzern und Farbverluste durch UV-Strahlen schützt. Wird ein versiegelter Lack von einem Vogel beim Koten getroffen, brennt sich das Geschoß nicht so ein, wie ohne Versieglung.

Welche Arten der Lackversiegelung gibt es?

Es gibt drei unterschiedliche Versiegelungsarten. Die Wachsversiegelung, die Nanoversiegelung und die Keraminkversiegelung.

Die Wachsversiegelung:

Eine Wachsversiegelung hält je nach Pflegeintensität zwischen vier und acht Monate. Sie schützt den Lack vor den Einflüssen der Umwelt, schafft einen tollen Glanz und bietet einen Abperleffekt.

Die Nanoversiegelung:

Eine Nanoversiegelung hält je nach Pflegeintensität bis zu zwölf Monate. Sie schützt den Lack vor Flugrost oder Insekten. Sie bringt den Lack zum Glänzen.

Die Keramikversiegelung:

Die Keramikversiegelung hält je nach Pflegeintensität bis zu 2,5 Jahre. Diese Versiegelung wird nicht nur auf den Lack aufgetragen, sie stellt eine Verbindung mit dem Lack her. Man könnte diese Versieglung mit einer weiteren Klarlackschicht vergleichen. Sie schützt den Lack vor den Einflüssen der Umwelt, Schmutz, Insekten, Flugrost und sogar vor kleinen Kratzern.

Wie geht man bei der Lackversieglung vor?

Man kann nicht einfach eine Politur auspacken und loslegen. Befänden sich Staubpartikel auf dem Lack würde man Kratzer in den Lack polieren. Am besten verbindet man dies mit einer Grundreinigung des Fahrzeugs. Man fängt also innen an und wischt Staub, dann saugt man den Wagen gründlich aus und wischt alle glatten Oberflächen feucht an. Eventuell reinigt man die Polster mit einem speziellen Gerät. Dazu könnte man die Fensterscheiben schon einmal von innen putzen.

 

Jetzt wechselt man nach Außen und reinigt die Felgen, Radkästen und Einstiegsleisten. Jetzt das Auto inklusive der Scheiben gründlich waschen, damit der Lack perfekt sauber ist. Jetzt den Lack polieren, dann die Lackversiegelung auftragen. Einige Lackversiegelungen sind sogar für die Fensterscheiben geeignet, eine Glasversicherung der besonderen Art.

Worauf sollte man bei der Lackversiegelung achten?

Vor der Versiegelung des Lackes muss er gründlich gereinigt werden. Sollte dabei ein Kratzer entdeckt werden, sollte er entfernt werden, da der Kratzer ansonsten nach der Versiegelung noch zu sehen ist. Dann muss der Lack poliert werden, damit sich kein Fett mehr daran befindet. Die Versiegelung sollte nicht an einem frostigen Tag stattfinden. Das Auto in Abschnitte einteilen, die Dan sorgfältig mit der Versiegelung bearbeitet werden. Für die Verarbeitung der Versiegelung sollten hochwertige Mikrofasertücher verwendet werden.

So wird der Lack richtig poliert!

Eins muss man vor dem Beginn wissen, der Lack eines Fahrzeuges ist zwischen 100 und 140 Mikrometer dick. Bei jeder Politur trägt man 0,1 bis 0,5 Mikrometer des Klarlacks ab. Man kann von Hand oder mit der Maschine polieren. Das A und O für ein gutes Politurergebnis ist eine gute Vorbereitung. Sollten Kratzer vorhanden sein, diese ausbessern. Dann das Auto komplett von jeglichem Dreck befreien. Jetzt noch alle Kunststoffteile abkleben und losgeht es.

Polieren mit der Hand:

Mit der Hand ist das Polieren für Ungeübte besser, denn mit der Hand kann gerade ein Anfänger besser den Druck dosieren. Dafür ist das Polieren von Hand zeitaufwendig und anstrengend. Man kann das Polieren aber auf mehrere Tage verteilen. Man poliert nie das ganze Auto, sondern arbeitet sich Teil für Teil vor. Nie die Politur direkt auf den Lack geben. Die Politur kommt auf Polierwatte oder einen weichen Schwamm. Der Lack wird nun in kleinen, kreisenden Bewegungen bearbeitet. Nicht zu viel Druck ausüben, der Lack soll nicht abgetragen, sondern nur ausgebessert werden. Ist das Bauteil fertig poliert, den Rest der Politur mit einem Poliertuch bzw. ein Mikrofasertuch abtragen. Am besten den Rest sofort abtragen, damit er nicht antrocknet.

Polieren mit der Maschine:

Das Polieren mit der Maschine geht wesentlich schneller und benötigt weniger Kraft. Auch die Ergebnisse können wesentlich besser werden, als bei der Politur von Hand. Dazu kann die falsche Technik beim Polieren oder die falsche Maschine Beschädigen des Lacks verursachen, die sich nicht mehr so leicht beseitigen lassen. Das Poliermittel kommt auf den Rotationsteller, mit etwas Wasser eingesprüht läuft es besser. Dann wird die Poliermaschine im Kreuzgang und mit leichtem Druck über den Lack bewegt. Zu Beginn die Drehzahl der Maschine niedrig halten. Höher einstellen kann man die Maschine immer. Erst in vertikalen, dann in horizontalen Bewegungen polieren. Geschieht die Abtragung des Lackes unregelmäßig, zeigen sich Hologramme. Ganz wichtig, nie, wirklich nie mit der Maschine auf einer Stelle pausieren, das gibt neben zu starken Abtragungen zu viel Hitze und kann den Lack beschädigen. Ecken und schwer zugängliche Stellen sollten auch hier von Hand poliert werden.

Wo bekommt man das nötige Zubehör?

Der Autopflege Shop bietet alles, was man für ein Fahrzeug mit glänzendem Lack benötigt. Achten Sie dabei auf die Anwenderfreundlichkeit der Autopflegeprodukte und darauf, was Sie wirklich in dem Moment brauchen. Achten Sie auf die Qualität. Hier gilt nicht zu viel und nicht zu wenig.

Wo sollte das Auto während der Politur stehen?

Das Fahrzeug sollte an einem geschützten Ort stehen, damit kein Windstoß neuen Dreck aufs Auto blasen kann. Außerdem sollte es nicht in der Sonne stehen, in der Sonne trocknet die Politur schneller und kann unschöne Flecken auf dem Lack hinterlassen.

Welche Politur sollte verwendet werden?

Das ist abhängig vom Zustand des Lackes. Wenn der Lack arg mitgenommen ist, kann durchaus ein Durchgang mit grober Politur und ein Durchgang mit feiner Politur gemacht werden.

Was benötigt man zum Versiegeln?

Einen Schwamm oder ein Mikrofasertuch, vom Letzteren können es gerne mehrere sein. Dann geht man in vier Schritten vor.

Der Lack ist nun frisch poliert und Blitzbank sauber. Es folgt:

  1. Man nimmt den Schwamm oder ein Mikrofasertuch. Entscheidet man sich für ein Mikrofasertuch, faltet man es mehrfach, dann hat man ein schön weiches Tuch. Es ist wichtig, dass das Tuch sauber ist und keine kleinen Fussel, Staub oder gar Krümel enthält.
  2. Die Versiegelung wird auf den Schwamm oder das Tuch gegeben. Nicht die Versieglung direkt auf den Lack geben. Das Fahrzeug in Abschnitte teilen, nie alles auf einmal versiegeln. Bildet sich unter der Politur ein dünner Film auf dem Lack, ist alles richtig.
  3. Je nach Herstellerangabe die Lackversiegelung einige Minuten oder länger einwirken lassen.
  4. Jetzt kommt der schönste Teil. Ein sauberes Mikrofasertuch nehmen und den Lack sauberwischen. Den Lack von verschiedenen Blickwinkeln betrachten, damit man keine Reste der Versieglung übersieht. Jetzt strahlt der Lack. Einige Versieglungen können zum Aushärten in die Sonne gestellt werden. Wenn das Auto in der Sonne steht, kann man nochmal nachpolieren und sehen, ob man einen Rest übersehen hat. Lässt sich ein Rest Versiegelung nicht so einfach entfernen, dann hilft ein bisschen Wasser